Das 96plus-Rap-Projekt gestartet

Shahram Oskuoi setzt sich im Jugendzentrum Roderbruch für Jugendliche des Stadtteils ein. Das neu gestartete 96plus-Rap-Projekt hilft ihm dabei, die Jugendlichen direkt in Ihrer Lebenswelt abzuholen.

Wir machen es groß!” so heißt der Song des Hannoveraner Rappers Jubin – und genau das Ziel hat auch das 96plus-Rap-Projekt – ein  Projekt, dass das Jugendzentrum Roderbruch und 96plus gemeinsam ins Leben gerufen haben. Jubin war lange Zeit selbst fester Besucher des Jugendzentrums und hat nun sein Hobby Rap-Musik zum Beruf gemacht. Diesen Traum haben viele Kids im Stadtteil Roderbruch, einem Stadtteil in dem viele Jugendliche einen Migrationshintergrund haben und Rap-Musik fest zur eigenen Subkultur und Identität gehört.

Mit dem 96plus-Rap-Projekt werden die Jugendlichen direkt in Ihrer Lebenswelt abgeholt, sie können kreativ sein und ihre Talente entwickeln. Musik ist hier ein großes Thema. “Die Jugendlichen stehen total auf Hip Hop und Rap”, erzählt Einrichtungsleiter Shahram Osikuoi. “Viele rappen selbst und verarbeiten ihre Erlebnisse in den Songtexten.” Ein kreatives Ventil, das gefördert werden muss, so Shahram weiter, und zwar mit einer professionellen Soundanlage, mit der die Kids ihre Texte auf hohem Niveau vertonen können.

Shahram Oskuoi ist mehr als ein Erzieher. Für die Jugendlichen im Jugendzentrum Roderbruch ist er alles: großer Bruder, Kumpel, Trainer, Vater-Ersatz. Ein echtes Vorbild, das sich mit Herzblut für seine Schützlinge einsetzt. “Einsatz” bedeutet in Shahrams Fall vor allem Hilfe zur Selbstständigkeit. “Wir haben das komplette Jugendzentrum selbst renoviert”, erzählt Shahram stolz. “Wir haben Tapeten abgerissen, Wände gestrichen, Türen mit Comics beklebt.” Renovierungsarbeiten, die das städtische Jugendzentrum auch von Externen hätte erledigen lassen können. “Ich möchte den jungen Leuten aber etwas mit auf den Weg geben. Wenn sie eines Tages in ihre erste eigene Wohnung ziehen, wissen sie, wie man sich um solche Dinge selbst kümmert. Das ist wichtig”

Nach dieser Vorgehensweise handelt Shahram grundsätzlich und holt die Jugendlichen dort ab, wo sie gerade im Leben stehen. “Ich halte keine stundenlangen Vorträge. Ich versuche lieber ins Gespräch zu kommen und die Jugendlichen dazu zu bringen, das Leben selbst zu hinterfragen. Ich möchte, dass sie als Erwachsene selbstbewusst und eigenständig sind. Dass sie wissen, wie man sich für etwas einsetzt.”

Mehr zum Engagement von Hannover 96 findet Ihr hier.

Textnachweis: Hannover 96


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