Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus

Nicht mit uns! Gemeinsam mit dem Sportbund Bielefeld, der Gleichstellungsstelle LSBTI* der Stadt Bielefeld, dem Fanprojekt Bielefeld und dem Netzwerk Bielefeld Queer setzte sich der DSC Arminia Bielefeld für ein vielfältiges und freies Leben ein.

„Vielfalt ist die Würze des Lebens“, wusste der deutsche Dramatiker Ernst von Wildenbruch schon Ende des 19. Jahrhunderts. Im Rahmen der „Bielefelder Aktionswochen gegen Rassismus 2019“ positioniert sich der DSC mit seinen Kooperationspartner deshalb klar und deutlich unter dem Motto „Nicht mit uns!“ gegen Homo- und Trans*feindlichkeit im Sport.

Diese Veranstaltungen fanden im Rahmen der Bielefelder Aktionswochen statt:

  • Filmvorführung „Mario“
  • Diskussionsrunde zum Thema „Homo- und Trans*feindlichkeit im Sport“ im „Sechzehner“ der SchücoArena
  • Soccer-Nights „Queerpass, Schuss – Tor“

Besonders im Fokus stand die Diskussionsrunde zum Thema „Homo- und Trans*feindlichkeit im Sport“, die vom ehemaligen Spitzensportler Balian Buschbaum moderiert und durch einen gemeinsamen Impulsvortrag mit der Ex-Bundesligaspielerin Tanja Walther-Ahrens eingeleitet wurde. An der anschließenden Diskussionsrunde nahmen u.a. Maria von Weyhe, Fanladen St.Pauli, Finn Holsing, Leiter Nachwuchsleistungszentrum DSC Arminia Bielefeld, Holger Wiewel, Arbeit und Leben Bielefeld sowie Pascal Cziborra, Vorstand, Trainer und Sportler von Warminia Anstoß Bielefeld e.V. teil.

Allen Beteiligten liegt das Thema Integration und der Kampf gegen Diskriminierung am Herzen, so auch Felix Lüppens, Mitinitiator der Aktionswochen: “Der Sport, die Sportvereine und im Besonderen Arminia Bielefeld bieten eine außerordentliche Möglichkeit, um Begegnungen zu schaffen und sind damit ein Motor der Integration. Nur wenige andere gesellschaftliche Akteure sind in der Lage, bürgerschaftliches und soziales Engagement in diesem Maße und zugunsten aller Menschen zu leisten wie der Sport. Leider ist aber auch im Sport Diskriminierung alltäglich. Wir dürfen nicht müde werden dagegen aufzustehen. Ich bin der Meinung, dass gerade die, die das Privileg haben nicht von Ausgrenzung, Diskriminierung, gar Rassismus betroffen zu sein, sich solidarisch zeigen und für diejenigen einsetzen müssen, die tagtäglich Opfer davon werden.”

Im Rahmen des Heimspiels am 05.04. gegen den FC Erzgebirge Aue nutzte der DSC Arminia Bielefeld die Strahlkraft des Fußballs, um auf die vielfältigen Aktivitäten aufmerksam zu machen. Mit klaren Statements von Arminia- Spielerinnen und -Spielern, Eckfahnen in Regenbogenfarben und der kommunikativen Begleitung versuchte man Menschen über die Stadtgrenzen hinaus zu erreichen und Mut zu machen, sich für gesellschaftliche Themen einzusetzen.

Mehr zum Engagement von Arminia Bielefeld findet Ihr hier.

Bildnachweise: Christian Roselius (Titelbild) und Thomas F. Starke (Beitragsbilder)


Verwandte Artikel

Projektabschluss “Strich durch Vorurteile”

Im Rahmen der Initiative “Strich durch Vorurteile” wurden im vergangenen Jahr 36 Projekte aus dem Umfeld der Proficlubs der Öffentlichkeit…

Zum Artikel

Gemeinsame Choreo von Freiburg und Leverkusen

„Ob Dreisam oder Rhein – Faire Fans woll’n wir sein“ stand bei der Choreografie auf zwei Spruchbändern. Zwischen ihnen erstreckte…

Zum Artikel