1. FC Nürnberg “zeigt Fremdenhass den Mittelfinger”

Zum zweiten Mal veranstalteten der TSV Maccabi Nürnberg und der 1. FC Nürnberg am 11.07.2019 den “Jenö-Konrad-Cup 2.0 – Fußball trifft auf Geschichte”, bei dem sich mehrere hundert Schülerinnen und Schüler gegen Antisemitismus und Rassismus positionierten. Das Projekt wurde im vergangenen Jahr im Rahmen der Initiative „Strich durch Vorurteile“ von der DFL Stiftung gefördert.

“Wir wollen dem Fremdenhass den Mittelfinger zeigen!” Eine kernige Botschaft von Niels Rossow, Kaufmännischer Vorstand des FCN, die am Donnerstagvormittag in der Turnhalle am Valznerweiher das Thema des Tages auf den Punkt brachte. Gemeinsam mit Kooperationspartner TSV Maccabi Nürnberg hat sich der FCN mit mehr als 500 Schülerinnen und Schülern der Nürnberger Schulen mit der Biografie Jenö Konrads auseinandergesetzt. Der ehemalige jüdische Club-Trainer floh 1932 aufgrund antisemitischer Hetze schweren Herzens aus Nürnberg. Aufbauend auf der Geschichte Konrads haben sich die Schüler mit dem Thema “Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit im Sport” beschäftigt, kreative Projekte erarbeitet und so ein wichtiges Zeichen gegen Rassismus gesetzt.

“Alle Teilnehmer wahre Gewinner”

Die Ergebnisse dieser Projekte präsentierten die Teilnehmer der elf Nürnberger Schulen aller Schultypen am Morgen des 11. Juli. Choreografien, Comics, Podcasts, Plakate, Filme – die Schüler haben sich eine Menge einfallen lassen, um dieses so wichtige Thema anschaulich darzustellen, gleichzeitig aber auch zum Nachdenken anzuregen. Eine mehrköpfige Jury, darunter Niels Rossow, Hans Meyer (Pokalsieger-Trainer des Club), Hanno Behrens, Katrin Müller-Hohenstein und Franziska Kegler (DFL Stiftung), begutachtete die umfangreichen Ergebnisse und gab ihre Einschätzungen ab.

Im Anschluss an die Präsentationen ging es auf den Kunstrasenplatz. Denn neben den wertvollen Präsentationen flossen zur Ermittlung des “Jenö-Konrad-Cup”-Gewinners auch die sportlichen Ergebnisse mit ein. Am Ende des Tages, an dem es auch ein buntes Rahmenprogramm mit Graffiti-Werkstatt, Sportstation und Führungen durch das Club-Museum gab, sicherte sich das SFZ Jean-Paul-Platz den Gesamtsieg und somit auch den Wanderpokal. Wahrer Gewinner war an diesem Tag aber ein jeder der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler, die sich klar gegen Antisemitismus positionierten. “Wir sind sehr stolz auf die Schüler, die das wirklich sehr toll gemacht haben”, lobte Dr. Anatoli Djanatliev, einer der Vorstände des TSV Maccabi Nürnberg, der bereits einen ersten Ausblick auf die kommende Ausgabe 2020 wagte. “Das ist jetzt die zweite Ausgabe, der Unterschied zum letzten Jahr ist gewaltig. Damals waren es vier Schulen, jetzt waren es elf. Besser konnte man es nicht machen, trotzdem werden wir es versuchen, es im nächsten Jahr zu steigern.”

Jenö-Konrad-Cup 2.0

Mehr zum Engagement des 1. FC Nürnberg findet Ihr hier.

Text- und Bildnachweis: 1. FC Nürnberg


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