Integrativer 1899-Fanclub setzt Zeichen im Fußball

“Handicaps“ kicken und feiern zusammen – Der „Integrative TSG 1899 Hoffenheim – Fanclub“ aus Weinheim zeigte bei seiner „Inklusionstour” zum 1. FC Nürnberg, dass Fankultur einzigartig sein kann. Mit einer tollen Fairplay-Aktion in Nürnberg wurde ein Freundschaftsspiel zwischen den “Handicap-Fanclubs” des 1.FC Nürnberg und TSG 1899 Hoffenheim organisiert. Ehrengast Lukas Rupp machte das Spiel zu einem besonderen Ereignis.

 

Der „Integrative TSG 1899 Hoffenheim – Fanclub“ aus Weinheim zeigte bei seiner „Inklusionstour“ zum 1.FC Nürnberg einmal mehr, dass es beim Fußball auch gemeinsam geht . Unter den rund 50 Mitgliedern wurden diesmal nicht nur die Fan-Utensilien eingepackt, sondern einige hatten auch Sporttaschen und Fußballschuhe im Gepäck. Als nämlich zum Ende der letzten Bundesligasaison der Aufstieg der Franken besiegelt war, nahm deren Inklusions-Koordinator und Ex-Profi Jörg Dittwar Kontakt zu Hoffenheims Behindertenfanbeauftragten, Charly Mildenberger, auf. Ein Freundschaftsspiel unter den „Handicap-Fans“ der beiden Vereine wurde ausgemacht.

 

Als Wochen später der Spielplan und der Termin für die Begegnung des „Clubs“ gegen die TSG 1899 Hoffenheim feststand, verständigte man sich spontan auf ein Treffen vor der besagten Bundesliga-Partie. Schnell waren Rasenplatz, Teilnehmer und Reisebus organisiert und mit gesponsertem Proviant der Sinsheimer Stadtbäckerei Frick ging es am Spieltag frühmorgens von Weinheim nach Sinsheim, wo am Stadion weitere „Fans“ zur Unterstützung zustiegen.

 

Am Nürnberger Clubgelände angekommen wurde man von vielen „rot-schwarzen“ staunend, aber herzlich empfangen und schnürte kurze Zeit später die Fußballschuhe. Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto und einer Ansprache des ehemaligen ID-Fußball -Nationaltrainers Herbert Harrer, der lobende Worte für dieses vorbildliche „Fan-Treffen“ fand, spielte man zunächst in zwei gemischten Teams „miteinander“, um dann in der 2. Halbzeit „wie es normal ist“ auch gegeneinander anzutreten.

 

Dass dem 3:1 „Auswärts-Sieg“ der 1899er-Handicaps und einem „Sportler-Menü“ in der Vereinsgaststätte am späteren Nachmittag die Hoffenheimer „Profis“ im Max-Morlock-Stadion das gleiche Resultat folgen ließen, war natürlich „kein besonderer Zufall, sondern so gewollt“. Nürnbergs CSR-Beauftragter Philipp Feihl, der für die Fanclubs auch einige Sonderkarten besorgt hatte, betonte zum Abschluss das vorbildliche Engagement aller Beteiligten und übergab zum Dank einen mit Autogrammen gespickten Club-Fußball.

 

Als Sahnehäubchen auf einen ganz besonderen Fußballtag, gab es am Clubgelände auch ein Wiedersehen mit dem derzeit noch verletzten Lukas Rupp und nach dem Schusspfiff die Torwart-Handschuhe von Oliver Baumann. Der „Integrative 1899 Fanclub“ setzt mit der bereits fünften Aktion dieser Art wieder einmal ein Ausrufezeichen, das auch die DFL Stiftung entsprechend würdigte.

 

Mehr zum Engagement der TSG 1899 Hoffenheim finden Sie hier.

 

Bildnachweis: Integrativer 1899 Fanclub


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